Lofos-Bar [2021]

Ich würde lügen,
wenn ich Ihn nicht gern hinginge –
den Weg auf die steinerne Schildkröte,
frisch geduscht und Hand in Hand –
Wir steigen hinauf auf den Hügel,
indem ich mir aufzwinge
“Rainy Night in Georgia” zu lieben –
am Himmel fern das grüne Band,
am Abend sitzen wir, auf Felstupfern gleich,
Blut des Abend, das uns verband.
Verstohlener Drink´, vertrautes Lachen,
Sonnenball im Meer versank.
Salziger Duft, Möwe gleich,
leichtes Meeresanbranden, Wasser seicht,
Erinnerung schwappt am Kai unseres Urlaubs,
Leben im Jetzt, Urlaub reicht,
Cuba Libre beschwingt und zerreißt die Arbeit in Fetzen, 
Sternenblau über uns birgt Sternlicht und Lechzen,
Deine Haut hat Flecken, die die Sonne gebar,
der Fisch schwimmt am Abend
im Bauch mit den Cocktails, wir sind hier gelandet,
das Grün des Sunsets immerzu jagend,
Zeit ist nicht ewig, sie heilt alle Wunden,
im hier und im jetzt, das ist Glück –
Wir denken an früher, den Takt der Zeit
in Erinnerung sie verweilt – nur ein Stück.
Wir schwelgen in Gedanken,
das Teelicht flackert im Bauch seines Glasgefäßes,
helles Sternenlicht kündet vom von der Ankunft der Nacht,
die Verdunklung hat etwas Wahrheitsgemäßes –
Lofos-Bar, gebaut am Strand, Blick über Wellen. die Ägäis verband,
all’ unsere Freude, Gedanken sind Sand,
bevor die Eidechse fluchs in der Nacht verschwandt.

In Gedenken an die Abende in der Lofos Bar / Naxos 1994.

Dazu passt folgende Musik: