Dein Haar wallt im Wind über meinem Arm wie eine Fahne –
Wir haben noch das Rad der Stadt im Nacken und sind
doch herauskatapultiert – Du fährst.
Deine Anspannung weicht der guten Laune, denn Du bist –
Du riechst den See – nicht weit weg ahnt man schon die Marina;
Der gedeckte Tisch mit einer Flasche Wein könnte auf uns warten.
Wir springen auf unser Boot und von hier aus ist der
See wie ein kleines Meer, das aufgrund der breiten Perspektive
zeitlos meerig wirkt.
Du bist schon umgezogen und mit Deinem Bikini und Deinem wallenden Haar
bist Du die Nixe desjenigen Sees, der schon einmal ausgetrocknet war.
Jetzt sind wir in der Seemitte, und ich mache den Motor aus –
Das gleichmäßige Platschen der Wellen am Bug verhindert,
dass ich Deinen Kuß auf meinem Nacken überhaupt spüre:

Es ist hier so zeitlos
bei Sturm ist es krasser
der See zieht nicht grundlos
Ideen ins Wasser –
vergessene Welten
die Zeit überbrückt
sie steigen doch auf
und werden erdrückt.
Auch Freude geht unter
auf uns reduziert
das Lachen vergräbt
sich im Schlamm und
erstirbt –
die Wellen sind munter
wir sind irritiert
das Plätschern ist Leben
das der Wind wird uns geben
das Schilfrohr im Wind
was umknickt geschwind
das Lachen vom Kind
ist wahr, weil es stimmt.
Doch sollt ich sagen
wir sind therapiert
im Hier und im Jetzt
Dein Lachen massiert.

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