Wir ernten, was wir säen [2020]

Ich bin der Rockstar meiner Brieftasche,
ich zieh’ mir das rein, was ich nicht lasse.
Bist du mein Exodos, mein weißer Strand –
Sind wir gelandet und geh‘n Hand in Hand?
Siehst du das Licht dass Kontraste scharf zeichnet,
spürst Du die Macht die der Koffer vorzeichnet.
Alles was einst war, kein Abfluss in Sicht
Es weht der Wind, doch der Sandstrahl sticht nicht.
“Wau-bau-Wau” bellt der Hund mit der schwarzen Pfote
Die Zeit beißt sich im Schwanz, du sitzt nun im Grün.
Das Meer schwappt schon durch, die Blumen knicken hin
Empathieprogramme laufen an, zwirbeln durchs Hirn
Gefühle die stottern, Synapsen wie Zwirn.
Wir ernten, was wir säen, ist leicht gesagt,
Farben und Blumen sind arg derb vernarbt.
Die weiße Markierung bedingt neues Streben,
wir sitzen zusammen, Café zweites Leben.
In Gedanken sind wir lange über den Fluss,
wir balancieren auf der Slackline über jeden Verdruss,
die Hand streift gelassen durchs goldgelbe Feld,
der Wald vor uns ruft uns, wir stolpern den Fels.
Kauzig gelassen – Motorrad liegt am Bach,
den Helm in der Hand, am Steg ist es nass,
die Saat explodierte, es wucherte wild,
die Augen sind zu, Deine Hand ist ein Schild.
Du schläfst ganz tief ein, über dir blauer Himmel,
Die Möwen am Strand, in der Beach-Bar Gewimmel,
die Wellen beleuchtet, das Stoßen der Gläser,
das Wummen der Bässe, der Off-Beat der Bläser,
die Party geht weiter, was immer auch ist,
die Saat, sie ging auf, sie Entwicklung verspricht.

Foto: Shutterstock, Lizenz liegt vor.

 

Kai

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