Vita

                                                                                              Niederösterreich im Juni 2020
Liebe Lyrik-Junkies,

 

im März 1971 wurde ich in Giessen / Deutschland geboren –

oh Giessen, du Stadt Georg Büchners und Conrad Röntgens,
doch ich musste in den oberhessischen Hügeln aufwachesen (LOL).

Meine Schulzeit habe ich an einem Gymnasium, zwar in der Provinz, aber doch mit Qualitäten, absolviert, und ich hatte dort die Gelegenheit in den Genuss von guten und ausbaufähigen Deutschunterricht zu gelangen. Am Anfang überwog der in meinen Augen gepaukte Deutschunterricht; Wir wurden, wie Generationen vor uns – mit den Untiefen der deutschen Sprache vertraut gemacht, lernten Jambus und Dactylus, und mussten vorstrukturierte, facettenarme Interpretationen von Lyrik und Prosa abliefern, wobei uns der Deutschlehrer im voraus sagte, wie nun die Texte zu verstehen seien – so nach dem Motto: “Hier lang geht’s zur wahren Bildung”…
Immer nur gab es die eine richtige oder falsche Interpretation eines Textes – die schränkt natürlich eine kreative Auseinandersetzung mit dem Fach Deutsch ein. Bei den meisten meiner Klassenkollegen führte die daraus resultierende Aversion schließlich dazu, dass es eine nicht wirklich große Gruppe von Ihnen gab, die Deutsch im Leistungskurs in der Oberstufe belegten – hier kann man wahrlich von einer Vergeudung von Talenten sprechen.
Bis dahin – kein Interesse an Lyrik oder Literatur, beschäftigen wir uns mit was Anderem! Doch mit dem Beginn der gymnasialen Oberstufe änderte sich meine Einstellung zur Literatur und Lyrik durch den Einfluss eines jungen Referendars: Plötzlich waren da die Werke von Herrmann Hesse und Gottfried Benn, Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Dürrenmatt etc. Dieser Lehrer entfachte bei mir im Besonderen Begeisterung für Literatur und Lyrik, indem er mit uns Lese-Wettbewerbe veranstaltete, bei denen z. B. Dramen mit verteilten Rollen gelesen wurden. In dieser Zeit entdeckte ich die Finesse der Dichtkunst Goethes bei der Lektüre des Fausts (1. Teil), vertiefte mich in das Gedicht “Stufen” von Herrmann Hesse – zeitgleich erwachte meine Lust an Literatur und Lyrik im speziellen – und ich begann, eigene Texte zu schreiben.
Die Lyrik habe ich dann im Laufe meines weiteren Lebens verloren – ich studierte Wirtschaftsinformatik, ging nach Österreich – doch die Poesie blieb. Bis ich im Sommer 2014 beim Aufräumen in meinem Elternhaus den verloren geglaubten Gedichte-Ordner aus dem Jahre 1993 gefunden habe – daraufhin ist in mir der Entschluss gereift, die Gedichte auf einer eigenen Website zu publizieren.
Nun ist es also soweit – viel Spaß beim Lesen der Zeilen – vielleicht geben Sie Euch ja was.


Noch ein Wort zum Material dieser Website: Während es mir in den achtziger und neunziger Jahren
um allgemeine philosophische, persönliche und politische Themen ging, halte ich es neuerdings mit den Physikern von Dürrenmatt, frei nach dem Motto:

Je planmäßiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer vermag sie der Zufall zu treffen 😉

Bei den neueren Publikationen scheint halt ab und zu auch der in Griechenland verliebte Informatiker durch…

Ich möchte mit meinem Blog in erster Linie ein Publikum ansprechen, dass Lyrik nicht todernst, sondern augenzwinkernd betrachtet- ganz im Sinne von Charles Bukowsky. Mir ist klar, dass Germanisten und Literarturkritiker die ersten Ansprechpartner sein sollten, wenn es um Lyrik geht – ich betrachte das Thema eben aus der Sicht eines Informatikers, vielleicht gelingen mir dadurch ja originelle Beiträge.

…noch was: Ich arbeite gerade an dem neuen Lyrikblog-Youtube-Channel. Habt also einfach ein Auge auf den Menüpunkt Videos auf dieser Website, bald geht es richtig los – in diesem Sinne

Euer Lyrik-Junkie Kai.

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