Traum vom See [2026]

Wie ein Abfluss zieht mich mein Gang
In den See.
Keine Wellen, klares Wasser, keine Sturm der tut weh
Tut nicht weh.
Die Stürme meiner Jugend habe ich
Als Muskeln dazugepackt.
Die Gedanken an den Winter sind weit
Abgehackt.
Ich bewege mich im grünen Wasser
Wie ein Ein-Mann-Boot,
Ich tue als ob ich stehe und doch schwimme,
Nicht bedroht.
Wellen Schwappen wie wild ins Gesicht,
Keine Gischt, keine Gischt.
Ich ziehe im Wasser meine Kreise,
Von Boje zu Boje,
Stoße die Boote an ohne dass
Ich sie bedrohe.
Wasser So klar wie Forellen
Sichtbar sind
Leichter Wind säuselt leicht,
Die Wellen sind Rückenwind.
Ich sage: “Komme in meinen Traum
Er gibt Dir Raum
Schüttelt Dich ab vom Schweißkleid
Des Tages,
Werde eins mit dem See, und versteh’
Wie das milde Kühl dich gefangen hält
Und reinigt, wie nichts auf der Welt.

Dazu passt folgende Musik:

Foto: Eigene Darstellung.

Kai

About the author

Geboren 1971 in Gießen / Hessen, Lyrik-Autor

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